Am Samstag musste ich auf meinen Trainingspartner verzichten, deswegen musste meine Garmin-Uhr als Ersatz ran. Geparkt hatte ich unter der Illerbrücke am Nordplatz in Kempten, was sich später rausstellte, dass es nicht so ideal war. Die Uhr eingestellt auf Halbmarathondistanz, die Zeit  auf 2 Stunden und 5 Minuten und dann ging es entlang der Iller Richtung Krugzell. Das Wetter hat es gut mit mir gemeint, auch der Weg war bestens. Nicht nur Radler, auch Wanderer und Jogger waren unterwegs, auch Tierfreunde bewegten sich am Illerweg. Es fiel mir nicht schwer, mit der richtigen Musik im Ohr, teilweise einen Blick auf die Uhr, fehlten mir bei der Wendemarke am Sportplatz in Krugzell 350 Meter zu meinem Trainingspartner. Der Puls war gut, die Temperatur und das Wetter auch. Jetzt habe ich meinem Trainingspartner den Kampf angesagt, die verlorenen Meter wollte ich natürlich bis zum Schluß wieder reinholen. Das klappte auch ganz gut, bis 3,5 Kilometer vor Ende, hatte noch 150 Meter Rückstand, aber die fehlende Flüßigkeit machte sich bemerkbar. Ja, ich weis, man sollte was zum Trinken mitnehmen, aber ich dachte es geht so, nein falsch gedacht. Ich war platt und leer, so schleppte ich mich die restlichen 3,5 Kilometer immer mit wechselndem Tempo bis hin ins Ziel. Natürlich freute ich mich jetzt auf ein Getränk, dass ich natürlich im Auto deponiert hatte. Nachdem ich dann noch die Flecken auf dem Auto gesehen habe, die von der Brücke nach unten tropften, war ich für heute bedient.

Heute wollte ich es natürlich besser machen und trat nochmal an auf die Distanz von 21,08 Kilometer. Mit dem Trinksack auf dem Rücken, der richtigen Musik im Ohr, ging es von Kempten über Gersbühl nach Waltenhofen, von dort über Hegge nach Durach und dann am Illerstadion vorbei wieder nach Hause. Wenn man viel läuft, kann man ungefähr die Distanz einschätzen, in welche Richtung es weitergehen soll. Leider war beim TV Waltenhofen, VFB Durach und FC Kempten auf dem Fußballplatz nichts los, so durfte ich nicht einmal einen Stop reinhauen um zu staunen, auch auf dem Flugplatz in Durach war nichts los, so staunte ich noch ein wenig, weil ich durch die Stadt nach Hause gelaufen bin, mir fehlten zum Schluß noch ein paar Meter, dann drehte ich noch eine Ehrenrunde. Für mich war heute wichtig, halten die Knochen.

Fazit: Der Halbmarathon kann kommen, ich habe keine Angst mehr von der Strecke, sondern nur noch von der Zeit, aber wir gehen nach dem olympischen Gedanken, dabei sein ist alles und das Training hat auch Spaß gemacht.