Costa Rica Marathon der Bericht
Kurzfristig war die Endscheidung einen Kurzrurlaub in Costa Rica zu machen. Wer hätte sich aber gedacht, dass nach unserem ersten Marathon dieses Jahr in Verona am Ende des Jahres die Urlaubsland-Entscheidung mit einem Marathon in diesem Land einhergeht. Na von uns auf jeden Fall keiner.
Unser erstes Ziel nach einer Suche eines Marathon in einem Land wo die Sonne scheint, war aber Hawaii. Als die Tage der Entscheidung aber näher rückten, wären die Kosten dieser zweiwöchigen Reise aber über unserem Budget gewesen.
Dann ging die Suche los, Internet schön und gut aber bei den vielen Flügen und Verbindungsflügen die günstigsten auszusuchen ist schon ein Stück Arbeit.
Reggae Marathon auf Jamaika der hörte sich doch gut an... Aber eigentlich wollten wir wegen den Touris und den relativ schlechten Erfahrungen von Bekannten nicht dorthin.
Barbados ja das wär auch noch was .. aber wieder über unserem Budget.
Am Ende haben wir uns dann für Costa Rica entschieden. Der Flug über New York war anstrengend vor allem auch der Registrierungsprozess der USA. Naja anstellen dürfen wir jetzt nichts mehr, dann haben sie uns gleich. Der Flug war aber günstig, sodass wir mit 1000€ für beide insgesamt recht zufrieden waren.
Ein Problem gab es aber noch, Wo ? Wann? Wie? Findet der Marathon denn nun statt und wo kann man sich voranmelden.
Das war schon eine Prozedur, die Internetseite war überhaupt nicht auf dem Laufenden, die Ansperchpartner waren über Email nicht zu erreichen, die deutsche Botschaft in San Jose wusste auch nichts. Im Land wusste auch niemand Bescheid. Wir wussten aber, dass „Die Nussecks http://nusseck.ch/“ aus der Schweiz auch dorthin fahren würden also muss der Marathon stattfinden.
Über Jose (http://www.whereincostarica.com) aus Costa Rica, habe ich dann doch noch die richtige Email Adresse bekommen und über Iphone und Wlan in unserem Jungle Hüttchen in Puerto Viejo mit Guiselle marathoncostarica@gmail.com die offenen Fragen geklärt.
4 Stunden Busfahrt war es von dem Küstendorf nahe der Grenze zu Panama in die Hauptstadt. Wir mussten einen Tag vorher anreisen, da der Start um 8 Uhr am morgen sein sollte. Wir sind eigentlich auf gut Glück gefahren, da wir keinerlei wirkliche Sicherheiten hatten, dass das auch klappt mit dem Marathon. Denn in der Stadt wusste keiner Bescheid und abgesperrt war auch noch nichts. Nicht mal der Wächter des großen ICE Gebäudes, bei dem der Start sein sollte wusste etwas darüber.
Naja nichts desto trotz in der Früh um 6 dorthin und mal geschaut was da so los ist. Tatsächlich waren ein paar Leute damit beschäftigt, Stände aufzubauen. Ich sollte nach Daniela fragen. Des Spanischen „überhauptgarnicht“ mächtig versuchten wir unser Glück. Der Jerry - ein netter Amerikaner - stand uns dann bei der Übersetzung bei und wir fanden Daniela, die tatsächlich Bescheid wusste -klasse. Mit T-Shirt und Startnummer ausgerüstet mussten wir jetzt nur noch eine Toilette finden. Ja .. da gab es dann eine für ca. 1000 Läufer und den Park. Nur noch ... ja dachten wir. Denn es wusste dort keiner so recht wo der Start war. Von 5 angesprochenen Leuten (Läufer und Personal) hörten wir auch 5 unterschiedliche mögliche Startplätze. Wir hatten ja noch Zeit und so suchten wir, am Ende erfolgreich, nach dem Start.
Nachdem die Hymne gespielt, wurde ging es auch pünktlich um 8Uhr los, das Wetter war leicht bedeckt dennoch warm. Rabea hatte sich für die 21km entschieden und startete 10min später.
Beschäftigt hatte ich mich mit dem Lauf ja noch nicht wirklich und nach dem Indoor Marathon auch nicht mehr trainiert. So war ich auch recht überrascht als meine Uhr eine Höhe von 1200 Meter anzeigte und der Streckenverlauf durch die Stadt rauf und runter ging - 3mal im Kreis. Gesamt wird das um die 500Hm gewesen sein. Hätte ich mal mehr trainieren sollen !?
Die Strecke war nicht sonderlich schön an den Vierteln vorbei auf breiten Straßen und Highways mit kreuzenden viel befahrenen Straßen, auf welchen die Ordner die Verkehrsstaus nur schwerlich zurückhalten konnten. Später musste man sich dann auch das ein oder andere mal zwischen Bussen, Autos und Menschenmassen hindurch schlängeln.
Was mir besonders positiv auffiel das waren die Trinktüten, welche man einfach mit sich führen konnte und auch gut zu trinken waren. Schon wichtig bei den hohen Temperaturen und der hohen Luftfeuchtigkeit.
Ich hatte mir das Rennen nicht wirklich eingeteilt, ich wollte so um 5min/km laufen.
Auf den Hinweis von Rabea 5km vor Ende, mein T-Shirt sei blutig, sagte ich nur "nein das kommt von der Melone.." naja im Ziel stelle ich fest, das von den Brustwarzen am Schirt nach unten zwei blutige Streifen verliefen, doch keine Melone.
Am Ende habe ich mich dann den letzten Anstieg hoch gequält und bin mit einer Zeit von 3:32 sehr zufrieden unter diesen Bedingungen.
Rabea hatte nach einem lockeren Lauf eine Zeit von 1:49 und war froh, dass es nach der längeren Pause gut geklappt hat.
Rabea ist 3. in Ihrer Klasse geworden und hätte sich auf einen "Award" freuen können nur war die Übergabe nach unserer Abreise schade.
Wegen des Marathons muss man nicht wirklich nach Costa Rica reisen. Aber wenn man schon da ist kann man ihn mitnehmen. Es gibt ein tolles Shirt eine Medaille und eine Kerbe im Schaft.
Die Natur und die Ursprünglichkeit der Wälder ist der eigentliche Schatz des Landes. Vom Faultier über Brüllaffen, Kapuziener Affen, Nasenbären, Waschbären, Schlangen, Riesen-Schmetterlinge uvm. läuft einem bald mal über den Weg. Der Urwald mit den hohen Bäumen ist schon beeindruckend. Wir konnten die schönen Strände der Karibikseite Costa Ricas bewundern.
Tauchen war aber eher ein Reinfall, nicht nur die schlechte Sicht auch der Tauchplatz war für uns eher kein zweites Mal wert.
Die Vulkane und die Westseite wären sicher auch noch ein schönes Ziel gewesen, aber bei der begrenzten Zeit haben wir uns auf Dschungeltouren und Canopy beschränkt.
Puerto Viejo unser Ausgangsort ist eher etwas für Backpacker und Reggae-Liebhaber. Die Preise schwanken sehr, und man muss eine Weile suchen bis man die richtigen Kneipen findet. Die Unterkunft für uns sehr nobel mit Kühlschrank und Dusche im Hüttchen war mit 32$ in der low Season ok. Die teureren Gerichte kommen schon mal auf 7-8 Euro. Das Bier rund 1.20€ Imperial das war schon auch lecker.
Video Von Peter Nusseck http://www.youtube.com/watch?v=S-S8PFxJYYA&feature=player_embedded
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SUPER, gratulation und weiterhin nen schönen Urlaub Martin
Erst Urlaub und dann noch Motivation für so was. geil. Grüße aus MUC