Heute gibts mal einen Bericht einer klasse Laufveranstaltung aus dem Thüringer Wald. Zum 38mal startete am 07.05.2010 der Rennsteiglauf. Eine Veranstaltung der Superlative. Eine Top-Organisation und eine klasse Atmosphäre zeichnet diese Veranstaltung aus!! Gestartet wird aus mehreren Ortschaften zum Halbmarathon, Marathon und Supermarathon. (es gibt auch Nordic-Walking und -was ich zum ersten mal sah : Wandern) Das gemeinsame Ziel ist Schmiedefeld. Hier vereinigen sich die Zieleinläufe und es herrscht "Gänsehaut-Feeling". Wir (Alice und ich) haben uns diesmal mit über 2000 weiteren Startern auf die 72,7km-Ultramarathon-Strecke des "Supermarathons" gewagt. Das Hauptproblem bestand wohl an der Taktikeinteilung und der Frage "wie um alles in der Welt läuft man 72,7km und wie schafft man das"?. Tja. Leider waren es ja nicht nur die km sondern auch knappe 1800 positive Höhenmeter (nagut, was heißt positiv --> gemeint ist hier reine Bergauf-Meter). Im Nachhinein war die Renneinteilung sehr gut. Langsam angegangen und den Schnitt gut gehalten. Die Mentale Renneinteilung war für mich ideal : Ziel war "nur" der Marathon; denn 42km schafft man ja immer *g*, bis zur offiziellen Ausstiegsmöglichkeit bei km 55 am Grenzadler sind es ja dann nur noch 13km (geht also auch locker), wenn man mal bei 55km angekommen ist, gehn die nächsten 5km bis zum "60er" ja wohl auch noch. Und dann, wenn man schon am 60er ist, wird man ja sicherlich auch noch irgendwie die "läppischen" 12,7 auch rumbringen. Tja, und es war so :-)

Man sollte sich allerdings nicht die Gedanken machen, dass nach absolvierten 30km "nur " noch ein Marathon ansteht oder nach 50km "nur" ein halber noch kommt.

Die Organisation des Laufes war wirklich Top. Vorallem waren alle Helfer sehr freundlich und es ist ein Event für eine ganze Region die mitfiebert. Das Gepäck wird ins Zielgebiet gebracht und dort ist alles vorhanden -vom Duschzelt, über Medaillen und Festzelt-. Die Rückkehr zum Startort wird mit Bussen bewältigt.

Man erlebt auch selten einen so stressfreien Lauf. Keine Hektik auf dem ersten Metern. Kein Platz gerangel. Die Strecke selber führt hauptsächlich auf weichen"trail"-Wegen und durch Wälder. Es ist ein sehr schöner Lauf. Es waren auch viele Allgäuer unterwegs. Mit Christian Stork aus Rettenberg gewann auch ein Einheimischer und konnte seine Titel in einer Traumzeit von 5:23,50 verteidigen. Wir waren mit unseren persönlichen Leistungen auch sehr sehr zufrieden. Alice erreichte das Ziel in der Superzeit von 7:59,20 und knackte somit souverän die 8-Stunden-Marke und erreichte den 55 Platz bei den Frauen. Ich absolvierte die Ultra-Strecke in 6:54,21 und finishte als Gesamtplatz 162. Unsere Durchgangszeiten waren (18km 1:51,08/1:37,14 - 37,5km 3:54,11/3:27,27 - 54,7km 5:55,24/5:07,00 / 64km 7:07,49/6:07,40)

Als Fazit können wir diesen Lauf nur allerwärmstens weiterempfehlen und wir sind 2011 wieder dabei!